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Läger- und Alpenampferfluren (Rumex alpina)

Auf Almen finden sich in frischen feinerdereichen Mulden und auf ebenen Stellen Läger- und Ampferfluren, die durch eine besonders hohe Stickstoffversorgung geprägt sind. Die überwiegend geschlossenen Ampferfluren beherbergen eine Reihe weiterer Hochstauden, wie Brennnessel, Guter Heinrich, Weißer Germer, Eisenhut und Greiskraut.

Der Alpenampfer wurde in alten Zeiten als wichtige Wirtschaftspflanze auf der Alm angebaut. Sie diente vor allem der Versorgung von Schweinen mit nährstoffreichem Futter aber auch in Notzeiten dem Menschen als Nahrung. Heute stellt der Ampfer durch die Verdrängung von Weidegräsern und –kräutern gebietsweise eine Bedrohung für den Fortbestand der Almweiden dar.

Die tief in den Boden reichende Pfahlwurzel und die Fähigkeit bis zu 70 Jahre nach der letzten Düngung am Standort zu überdauern machen ein dauerhaftes Entfernen der Pflanze fast unmöglich. Hinzu kommt die Vielzahl an produzierten Samen, die im Boden viele Jahre keimfähig bleiben. Es gibt Bestrebungen, dem Ampfer mittels alternativer Methoden, wie Ampfer-Blattkäfer, Schweinemast, Abmähen und Beweidung zu Leibe zu rücken.

Um ampferfreie Weideflächen zu haben, ist die beste Möglichkeit die Fläche schon vor einer Verunkrautung richtig zu bewirtschaften. Der wichtigste Punkt ist hierbei immer auf eine geschlossene, möglichst dichte Grasnarbe zu achten und zum Beispiel Beweidung bei stark vernässtem Boden zu vermeiden. Weidepflege mit Schafen und Ziegen ist ebenso eine sehr einfache Möglichkeit extrem dichte Grasnarben zu erzielen. Durch den sehr kurzen und starken Verbiss, wird die Verzweigung der Gräser gefördet und äußerst dichte Grasnarben entstehen. Ebenso ist die Trittbelastung durch diese Kleinwiederkauer gering.

Es wurde auch beobachtet, dass Ziegen gerne das Herzblatt der Ampferpflanzen fressen, so dass diese verfaulen.

Links:

a) Bedeutung von direkten Regulierungsmaßnahmen und dem Beweidungsmanagement auf den Besatz mit Ampfer-Arten (Rumex spp.) im ökologisch bewirtschafteten Grünland

b) Ampferregulierung durch Beweidung mit Ziegen

Abb.1 Alpenampferflur auf betoßener Alm
Abb.1 Alpenampferflur auf betoßener Alm
Abb.2 Alpenampfer und Weißer Germer in ehemaligem Almange
Abb.2 Alpenampfer und Weißer Germer in ehemaligem Almange
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