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Artenreiche Blumenwiesen

Es handelt sich hierbei um Gold- und Glatthaferwiesen mit vermehrtem Auftreten von Goldhafer (Trisetum flavescens) oder Glatthafer (Arrhenatherum elatius).

Die Randbereiche verschmelzen mit Fettwiesen oder Gehölzrandvegetation. In der Pflanzengemeinschaft ist oft ein Übergang zum Kalkmagerrasen zu beobachten, bei feuchterem Untergrund und Düngung hingegen zur artenärmeren Goldhaferwiese.

Man findet artenreiche Blumenwiesen auf mageren bis mäßig fetten, bevorzugt süd- bis westgeneigten, steilen Böschungen und mäßig steilen Hangflächen über frischem bis trockenem, in jedem Fall jedoch grundwasserfernem Untergrund. Die standörtlichen Voraussetzungen für diese Wiesentypen sind besonders entlang von Straßen und Fahrwegen sowie mäßig trockener Waldränder gegeben.

Solche Wiesen werden höchstens zwei Mal jährlich gemäht und nicht oder nur mäßig mit Festmist im Herbst gedüngt. Eine extensive Nachbeweidung wird oft aus Gründen der Wirtschaftlichkeit an Stelle des Zweiten Schnitts durchgeführt.

Wegen der extensiven Bewirtschaftung ist die Anzahl der verschiedenen Pflanzenarten nicht selten über 40. Somit ist ein beachtlicher ökologischer Wert gegeben, in Verbindung mit dem wunderschön bunten Blühaspekt im Frühjahr.

Die Beweidung einer Goldhaferwiese sollte aus tiergesundheitlichen Gründen jedoch keinesfalls länger als eine Woche erfolgen. Während dieser Zeit sollte auch kein Vitamin D haltiges Handesfutter verabreicht werden, da dieses das Auftreten von Kalzinose fördert.

Abb.2 Alpenampfer und Weißer Germer in ehemaligem Almange
Abb.2 Alpenampfer und Weißer Germer in ehemaligem Almange
Abb.1 Bunte Blumenwiesen verschwinden aus unserer Landschaft
Abb.1 Bunte Blumenwiesen verschwinden aus unserer Landschaft
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