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Magerwiesen

Im Unterschied zur Bergregion sind Magerwiesen in tieferen Lagen selten und meist nur auf kleine Randflächen beschränkt.

Es handelt sich um steile Grenzertragsflächen mit starker Besonnung und flachgründigem, nährstoffarmem, kalkreichem oder saurem Untergrund, besonders über anstehendem Gestein und Kalkgrus (Schotter). Je nach Untergrund und Bewirtschaftungsform (Mahd oder Beweidung) bilden sich Kalk-Magerrasen oder Bürstlingrasen und deren Zwischenformen aus.

Eine Mahd findet typischerweise im Sommer statt. Es erfolgt normalerweise keine Düngung oder Beweidung. Dieser Wiesentyp ist besonders stark von Aufgabe bzw. Verbuschung bedroht, weshalb bei Mahdaufgabe eine Beweidung vor allem mit Schafen das Offenhalten solcher Flächen gewährleisten kann.

Magerwiesen zeichnen sich durch eine große Vielfalt an z.T. hoch spezialisierten Tier- und Pflanzenarten aus. Der Artenreichtum beläuft sich auf über 70 verschiedene Pflanzen. Vielerlei Heuschrecken und Schmetterlinge finden hier ihren Lebensraum. Im Frühsommer sind die Magerwiesen durch einen sehr bunten Blühaspekt gekennzeichnet, was für das Landschaftsbild eine große Bereicherung darstellt.

Bei diesem Biotoptyp sollte die Beweidung nur in den Frühsommermonaten oder im Spätherbst erfolgen. Die Weidedauer pro Weidegang sollte maximal 2 Wochen betragen und auf eine Zufütterung ist gänzlich zu verzichten. Bei langfristiger Beweidung von Magerwiesen kommt es zu einer raschen Verarmung an Pflanzenarten und zu einer Bestandesumwandlung in eine Magerweide, da viele Kräuter ständigen Verbiss nicht vertragen.

Abb.1 Echte Magerwiesen findet man heute nur noch selten
Abb.1 Echte Magerwiesen findet man heute nur noch selten
Abb.2 Bestand der geschützten Männerorchis in einer Magerwiese
Abb.2 Bestand der geschützten Männerorchis in einer Magerwiese
Abb.3 Magerwiesen sind Lebensraum für viele Schmetterlinge
Abb.3 Magerwiesen sind Lebensraum für viele Schmetterlinge
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