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Schafe auf der Weide

Was ist bei der Landschaftspflege zu beachten?

Beim Einsatz von Kleinwiederkäuern zur Biotoppflege gibt es in Österreich noch wenig Erfahrung. Auf Grund wechselnder Betriebsstrukturen ist der langfristige Erhalt und die Pflege dieser Standorte mittels Mahd und Schwendung nicht gesichert. Um diese ökologisch wertvollen Flächen auch für die Zukunft erhalten zu können, werden im Folgenden Orientierungswerte zur Pflege mittels Beweidung angegeben.

Im Rahmen des ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) werden für den Erhalt und die Pflege von ökologisch wertvollen Flächen Prämien vergeben. Je nach Biotoptyp werden von Begutachtern der jeweiligen Naturschutzabteilungen der Landesregierungen Pflegeauflagen vergeben. Diese Pflegeauflagen richten sich nach dem Biotoptyp und nach den Möglichkeiten des jeweiligen Betriebes. Die Höhe der Pflegeprämie wird durch die jeweiligen Einzelauflagen bestimmt und kann im ÖPUL 04 bis zur Prämienobergrenze betragen. Die Kontaktadressen der jeweiligen Ämter finden Sie unter dem Punkt Ansprechpartner / Kontaktadressen.

Bei der landschaftspflegerischen Beweidung von Magerstandorten (Magerrasen, Feuchtstandorten, artenreichen Almflächen, Trockenrasen, etc.) ist auf eine Besatzstärke unter 0,3 bis 1,4GVE / Hektar und Jahr zu achten. Für futterarme Standorte sind das ca. 15 bis 30 Ziegen pro Hektar (20 Weidetage), bei wüchsigen Standorten kann es die doppelte Anzahl (14 Weidetage)von Ziegen sein. Wird die Beweidung im Zuge von Naturschutzmaßnahmen durchgeführt, so wird in der Regel vom Naturschutzbeauftragten die maximale Besatzstärke vorgegeben.
Um optimale Ergebnisse für Halter und Landschaftspflege zu erzielen, ist eine Intensive Bestoßung mit Ziegen und Schafen im Frühsommer (Mai/Juni) und ein zweites mal im Spätsommer (September/Oktober) anzustreben. Die Dauer der einzelnen Weidegänge sollte hier 10 Tage bis maximal 3 Wochen betragen. Durch diese relativ kurzen Weidezeiten kann erstens ein Parasitenbefall durch Magen-Darm-Würmer vermindert werden, zum Anderen gibt man gefährdeten Pflanzen die Möglichkeit Blüten und Samen zu bilden und sich somit weiter zu verbreiten.

Während der gesamten Weidezeit auf diesen Extensivstandorten ist auf eine Zufütterung, weder au- noch Kraftfutter, zu verzichten um Nährstoffeinträge in die Fläche zu verhindern. Ebenso muss meist auf die Anlage von festen Zäunen und Schutzhütten verzichtet werden, da meist keine Schaffung von landschaftsstörenden Elementen zugelassen ist.

Handelt es sich um stark verbuschte Standorte müssen meist zusätzlich im Spätherbst größere Büsche oder Bäume manuell entfernt werden.

Meist erfolgt die Beweidung von Extensivstandorten unter dem Aspekt, dass stark verbuschte, ehemals artenreiche Standorte wieder weitgehend frei von Gehölzen werden. Um hier für Halter Hinweise zu geben, auf welchen Flächen diese Gehölzdezimierung mittels Schafe und Ziegen besonders Erfolgversprechend ist, finden Sie untenstehende Tabelle über die Gehölzpräferenz dieser Tierrassen.

Biotoptyp

 

 

Starker Verbiss

 

Mittlerer Verbiss

 

Geringer Verbiss

 

Feuchtstandorte

 

Faulbaum

 

Moor Birke

 

Heidekraut

 

Kiefer

 

Hartriegel

 

Traubenkirsche

 

Gemeine Esche

 

Erlen

 

 

 

Weidenarten

 

 

 

 

 

Magerweiden  ehemalige Mähwiesen verbuschte Hutweiden etc.

 

Haselstrauch

 

Hängebirke

 

Eibe

 

Zitterpappel

 

Fichte

 

Berberitze

 

Brombeere

 

Lärche

 

Vogelkirsche

 

Himbeere

 

Liguster

 

 

 

Gemeiner Schneeball

 

Hainbuche

 

 

 

Tanne

 

Robinie

 

 

 

Eberesche

 

 

 

 

 

Buche

 

 

 

 

 

Trockenstandorte

 

Eiche

 

Kiefer

 

 

 

Gemeiner Schneeball

 

Besenginster

 

 

 

Weißdorn

 

Wacholder

 

 

 

Schleedorn

 

 

 

 

 

Rosenarten

 

 

 

 

 

Almen

 

Fichte

 

Grünerle

 

Alpenrose

 

Felsenbirne

 

Grauerle

 

Legföhre

 

 

 

Wacholder

 

Heidel/Rauschbeere

 

Obstgärten   ehemalige Kulturgärten

 

Apfel

 

Birne

 

Kirsche

 

Wein

 

Zwetschke

 

 

 

 

 

Kastanie

 

 

 

 

 

Kirsche

 

 

 

 

Weidemanagement

Werden verbuschte Standorte mit Ziegen beweidet sollte der Anteil von Gehölzen 60% der Gesamtfuttermenge nicht übersteigen. Eine gute Pflegeleistung erzielen Ziegen bei einem Verbuschungsgrad zwischen 40 und 60 Prozent. Liegt der Verbuschungsgrad unter 40% so ist eine Mischbeweidung mit Schafen anzustreben. Bei weniger als 20% Verbuschung kann der Weidegang rein mit Schafen durchgeführt werden.

Als Unterstand für die Tiere eignen sich am Besten leicht gebaute Holzunterstände, die so konstruiert sein sollten, dass sie mobil sind, d.h. mit dem Traktor transportiert werden können um nach Beweidung einer Fläche für die nächste Weidefläche verfügbar zu sein.

Um nach der Biotoppflege einer Magerfläche Krankheiten nach einem rapiden Futterwechsel (Enterotoxämie oder Breinierenerkrankung) zu vermeiden ist ein langsames anfüttern (bei Weidewechsel notfalls zeitweise Pferchung) erforderlich.

Um nach der Umtriebszeit die Tiere wieder leichter einfangen zu können ist es ratsam während des Weideganges die Ziegen und Schafe alle paar Tage mit etwas Lockfutter zu konditionieren um sie an die Menschen zu gewöhnen.

Bei der Einzäunung der Tiere (auch Auszäunung von Landschaftselementen) haben sich Litzenzäune bewährt. Diese lassen sich wesentlich leichter aufbauen als Netze, sind kostengünstiger und haben den großen Vorteil das sich die Ziegen mit ihren Hörnern nicht verfangen können und das Wildtieren der Durchlass gewährt wird. In der Regel reichen drei bis 4 Litzen wobei gelegentlich eine Erdungslitze nötig ist, um überall eine Hütespannung von 5.000 bis 8.000 Volt zu gewährleisten.

Link:

Beweidungsprojekt Burghausen

Termine
11.02.2012 08:00
Gebietsausstellung Umhausen
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10.02.2012 14:00
Lämmerverladestelle Klais
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10.02.2012 08:00
Gebietsausstellung Gries im Sellrain
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Aktuelles
29.12.2011 09:53
Stichtagsmeldung 2012
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22.11.2011 16:17
8. Generalversammlung ÖBSZ 2011
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17.11.2011 11:00
Schafhaltervereinigung Mühldorf hat neue Homepage
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