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Exkursion zur Schafschurweltmeisterschaft in Wales

21 Personen nahmen vom 19. bis 22. Juli 2010 an der vom Salzburger Landesverband für Schafe und Ziegen organisierten Reise zur Schafschurweltmeisterschaft in Wales teil. Die Reise ging von Salzburg über München und Amsterdam nach Cardiff, in ein Quartier im typisch englischen Stil.

Am zweiten Tag wurden unter deutschsprachiger Reiseleitung zwei Betriebe im Gebiet des Brecon Beacons Nationalpark besucht. Der erste Betrieb bewirtschaftete eine Fläche von 65 Hektar mit ungefähr 200 Mutterschafen. Der Betrieb befindet sich auf einer Seehöhe von 250 Metern, wobei er auch Weiderechte für die umliegenden Hügel, welche auf eine Seehöhe von bis zu 800 Metern hinaufreichen, besitzt. Nach dem Mittagessen von hofeigenen Lammburgern führte die Reise weiter Richtung England. Dort wurde ein Betrieb mit 80 Mutterschafen und 700 Mastschweinen besichtigt. Dieser Betrieb mit einer Flächenausstattung von 17 Hektar vermarktet seine Lämmer hauptsächlich direkt, für die Schweine hat er einen Liefervertrag mit einer Handelskette.

Am dritten Tag wurde die Royal Welsh Show besichtigt, in deren Rahmen die diesjährige Schafschurweltmeisterschaft ausgetragen wurde. An diesem Tag wurden die Halbfinale und Finale im Maschinenscheren, im Handscheren und im Umgang mit der Wolle ausgetragen. Dabei ging es nicht nur um Schnelligkeit sondern auch um die Sauberkeit der Schur. Wenn eine Stelle zweimal geschoren werden musste, gab es einen Strafpunkt. Die Wolle wurde so geschoren, dass sie als ganzes Fließ zusammenblieb. Es traten immer maximal sechs Scherer gegeneinander an, sodass im Finale die besten sechs Scherer übrig blieben. Die Stimmung in der Halle wurde durch drei Kommentatoren aufgezeigt und glich einem Fußballmatch. Die Leistungen waren beeindruckend, so wurden im Finale beim Maschinenscheren 20 Tiere in weniger als 12 Minuten geschoren. Die Handscherer benötigten im Halbfinale für vier Tiere 91/2 Minuten. Hinter der Bühne gab es eine riesige Halle, in welcher die zu scherenden Schafe für den Wettbewerb warteten. Bei diesen Tieren handelte es sich um Jungschafe, welche um einiges kleiner waren als die bei uns hauptsächlich üblichen Tiroler Bergschafe. Beim dritten Bewerb dem Umgang mit der Wolle ging es darum die Bauchwolle von der anderen Wolle zu trennen und das ganze Fließ mit einer eigenen Technik zu einem schönen Paket zusammen zu legen und den Arbeitsplatz des Scherers sauber zu halten.

Neben der Schafschurweltmeisterschaft konnten im Rahmen der Royal Welsh Show, welche an diesem Tag rund 70.000 Besucher zählte, die verschiedensten Schaf-, Rinder-, Pferde-, Ziegen- und Schweinerassen besichtigt werden. Außerdem wurde ein sehr reichhaltiges Rahmenprogramm unter anderem auch eine Militärparade geboten.
Durch diese Reise konnten sehr viele Eindrücke vom Land, der Wirtschaftsweise und vom Flair einer Schafschurweltmeisterschaft gewonnen werden.





















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