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Kitzaufzucht

Aufzucht der Ziegenlämmer

Eine weitere unbedingte Notwendigkeit ist die frühe Kolostralmilchgabe. Kolostralmilch wärmt von innen heraus das neugeborene Ziegenlamm. Kolostralmilch erzeugt durch den hohen Energiegehalt derart viel Wärme, daß man Vergleiche mit einem wärmespendenden Ofen anstellen kann. Ziegen-lämmer, die in der Herde geboren werden und von anderen Ziegen beschnuppert oder beleckt wer-den, nimmt die eigene Mutter sehr oft nicht mehr zur Kenntnis. Diese müssen dann mit Hilfe des Halters von der Ziege direkt oder vom Halter Milch bekommen. Erfahrene Ziegenhalter wecken durch einen Hund, den die Ziegen auch respektieren, den Mutterinstinkt insofern, daß die Ziege das Junge schützen will und saugen läßt. In der Ziegenhaltung werden die Lämmer immer öfter von der Ziege getrennt und sofort nach der Geburt vom Halter aufgezogen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, den Lämmern schon die erste Milch (Kolostralmilch) durch eine Tränkevorrichtung zu verabreichen. Je intensiver der Kontakt Mutter-Kind wird, desto schwieriger wird die erste Tränkperiode. Kolostralmilch kann in der Regel auch kalt gegeben werden. Über verschiedene Aufzuchtmethoden wird in einem anderen Kapitel berichtet. Sehr viele Fehler werden in der Praxis dadurch gemacht, daß sogenannte „Ablammboxen“, das sind Vorrichtungen, in denen die Ziegen einzeln ablammen, nach der Geburtsphase nicht gründlich gereinigt werden. Geburtsreste, Fruchtwasser und Blut erzeugen in der Regel relativ schnell einen Gärprozeß, in dem die verschiedenen Bakterienarten und Krankheitserreger vorzüglich gedeihen können. Kommt eine weitere Ziege in dieselbe Ablammbox, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion sehr groß. Verstärkt wird der Gärprozeß und die Bakterienflora noch wesentlich, wenn Wärmelampen installiert werden. Vorsicht mit Wärmelampen ist auch bei kleinen Zicklein geboten, wenn nicht vorher der gesamte Miststapel entfernt worden ist. Mist erwärmt sich durch die Wärmelampe relativ rasch, dadurch wird die Ammoniakbildung stark forciert und die Ziegenlämmer werden mit der ammoniakreichen Stalluft konfrontiert, diese löst sehr oft Lungenentzündungen aus.

Zusammenfassung
Ziegenlämmer, die vital geboren, schon früh mit Kolostralmilch versorgt werden und regelmäßig ihre Tränke bekommen, ertragen auch Minusgrade bei ihrer Aufzucht.


Kitzaufzucht mit Warm- oder Kalttränke?

Tränkemethoden
Ziegenlämmer brauchen in den ersten zwei Monaten unbedingt Milch. Milch kann verschiedenartig angewendet werden. Mit Abstand die beste Milch für das Lamm ist die Muttermilch. Die Milch wird dem Kitz direkt von der Ziege oder in einer Tränkevorrichtung verabreicht. In diesem Falle ist zu beachten, daß mehrmals täglich in kleineren Portionen Milch verabreicht wird, die immer auf Körper-temperatur angewärmt werden muß. Dasselbe gilt bei Verabreichung von Kuhmilch. Kuhmilch braucht in der Regel nicht mit Wasser verdünnt zu werden. Die direkt gemolkene Kuhmilch ist ein fast vollständiger Ziegenmilchersatz.

Kalttränke
Wesentlich einfacher und arbeitssparender ist die Kalttränkemethode. Ziegen- oder Kuhmilch bzw. Trockenmilch wird angesäuert und die angesäuerte Milch dem Lamm vorgesetzt. Bei dieser Methode ist der pH-Wert das Erfolgskriterium. Am besten ist ein Säuregrad von knapp einem pH-Wert unter 5. 4,9 – 4,6 ist nahezu optimal. Durch das Ansäuern entzieht man den Kohlebakterien (sind sehr oft Auslöser von Durchfallserkrankungen) die Lebensgrundlage. Säuert man unter einem pH-Wert von 4,6, sinkt die Milchaufnahme rapid. Sinkt der pH-Wert nicht unter 5 ab, verursachen die Kohlebakte-rien Durchfälle. Sauertränke kann auch auf Vorrat gegeben werden, die Milch oder die Tränke braucht nicht auf Körpertemperatur erwärmt zu werden. Diese Methode der Sauertränke gewinnt immer mehr an Zuspruch, weil sie sehr arbeitssparend und tierschonend ist. In der Praxis sind bei dieser Methode sehr wenige Ausfälle zu beklagen. Als Säurepotential ist Zitronensäure oder Ameisensäure zu empfehlen (erhältlich in den Drogerien). Durch das ständige Angebot an der Vorratstränke saufen die Lämmer immer nur kleine Mengen, die Folge: Sie bekommen keinen auf-geblähten Bauch. Die Verdauung funktioniert vorzüglich, und sie lernen relativ schnell das Fressen von Grundfutter (Getreide und Heu). Sauertränke wird am günstigsten in einer Tränkrinne (nicht in Kübeln) serviert, weil dadurch der stechende Geruch nicht so intensiv spürbar wird.

Hygiene ist in der Lämmeraufzucht oberstes Gebot. Tränkevorrichtungen müssen täglich mindes-tens 1 x gereinigt werden. Bei Ziegenkitzen, die zur Zucht verwendet werden, ist der frühe Kraftfut-terzusatz und die Heuvorgabe sehr wichtig. Durch das frühe Gewöhnen an feste Futterstoffe wird die Pansentätigkeit und damit die Ausbildung des Pansens angeregt. Ein gut funktionierender Pansen ist für die spätere Verwendung der Tiere als Zucht- und Leistungstiere von enormer Wichtigkeit. Den Schlachtkitzen sollte wegen der Qualitätsbeeinflussung des Fleisches bzw. der Fleischfarbe (bei Verfütterung von Kraftfutter und Heu: dunkle Fleischfarbe) kein Kraftfutter verabreicht werden. Wichtig ist in der Tränkphase, daß die Milchtränke (warm oder kalt) nicht zu dünn angerührt wird.

Ziegen- oder Kuhmilch nicht mit Wasser verdünnen, Trockenmilch streng nach dem vorge-gebenen Tränkeplan anrühren!
Ab ca. 2 Monaten kann die Milch zur Gänze gestrichen werden. Mit diesem Alter ist bei früher Kraft-futter- und Heuzugabe der Pansen derart ausgebildet, daß so viel Kraftfutter oder hochwertiges Grundfutter aufgenommen werden kann, daß kein Nährstoffdefizit entsteht und dadurch das Wachs-tum nicht negativ beeinflußt wird. Ziegen und Ziegenböcke, die zur Nachzucht vorgesehen sind, müssen mit hochwertigen Futtermitteln bis zur Deckperiode versorgt werden, weil sonst die körperli-che Entwicklung leidet und dies zu negativen Folgeerscheinungen während des gesamten Lebensabschnittes führt.


Kitzaufzucht

Aufzucht der Zuchtlämmer

Bei der Aufzucht der Zuchtlämmer wird durch die Fütterung der Grundstein für leistungsstarke und gesunde Tiere gelegt. Die Ziegen sind so wie das Schaf, die Rinder und viele andere Tierarten Wie-derkäuer. Die gefressenen Futtermittel gehen folgenden Weg: Maul, Speiseröhre, Pansen, Haube, Blättermagen, Labmagen, Dünndarm, Dickdarm und Enddarm. Bei der Geburt des Tieres ist der Labmagen sehr dominant. Er nimmt von den 4 Unterteilungen im Magen den wesentlich größten Teil ein. Im Labmagen erfolgt die Verdauung der Milch. Durch die Milchgerinnung im Labmagen (natür-liche Labproduktion) wird die Verdauung vorbereitet und setzt sich dann über den Dünndarm bis zum Enddarm fort. Das Ziel jedes Tierhalters muß sein, daß die Ziegen, die zur Weiternutzung verwendet werden, einen großen, gut ausgebildeten Pansen aufbauen. Im Pansen, auch Gärkammer genannt, findet dann das ganze Leben lang (außer den ersten Lebenswochen) die wesentliche Aufbereitung und Vorverdauung aller gefressenen Futtermittel statt. Es ist für die Gesunderhaltung und für die Leistungsstärke der Tiere von wesentlicher Bedeutung, daß dieser die nötige Aufnahmekapazität und Funktionsfähigkeit mitbringt.

Wichtiges
Wiederkäuer mit großem, gut funktionierendem Pansen können sehr viel Futter aufnehmen und die Nährstoffbereitstellung für das Tier vorbereiten. Bei Ziegenlämmern, die über lange Zeit (länger als drei Monate) sehr viel Milch trinken oder mit diversen Mixgetränken (Mehlsuppen, Leinsamenge-tränke, Kleiemischungen etc.) gefüttert werden, leidet ganz wesentlich die Entwicklung des Pansens. Solche Tiere sind nachweislich in ihrem weiteren Leben benachteiligt. Durch die schlechte Entwicklung des Pansens (kleiner, schlechtere Funktion) können die Ziegen weniger Futter aufneh-men und weniger gut die Verwertung des Futters vorbereiten, dadurch ist auch ihre Leistungsfähig-keit ganz wesentlich eingeschränkt. Passiert die Pansenentwicklung nicht im jugendlichen Alter, kann sie später nicht mehr aufgeholt werden. Es ist daher äußerst wichtig, daß die Ziegenlämmer, die nicht schon im frühen Jugendstadium geschlachtet werden, und zur Nutzung vorgesehen sind, im Entwicklungsstadium wiederkäuergerecht gefüttert werden. Unter wiederkäuergerechter Fütte-rung versteht man Futtermittel, die den Aufbau des Pansens und die Funktion unterstützen. Größere Mengen Heu, Gras, Silagen und Kraftfutter tragen zur optimalen Entwicklung positiv bei. Die wert-bestimmende Aufbauphase ist die Phase nach der Milchfütterung. In dieser Phase ist der Pansen noch nicht so groß, daß er große Mengen von Heusilagen oder Gras aufnehmen kann. Dem Ziegen-lamm stehen daher weniger Nährstoffe zur Verfügung, und die Jugendentwicklung leidet sehr stark darunter. Es müssen daher Futtermittel verabreicht werden, die im relativ kleinen Volumen konzent-rierte Nährstoffe enthalten, und das kann nur Kraftfutter sein. Kraftfutterbeigabe in der Aufzuchtperi-ode ist ein MUSS. Es gibt bei den Ziegenhaltern jetzt noch viele, die meinen, Kraftfuttereinsatz bei den Ziegen ist etwas Negatives. Dieses Vorurteil wurde schon von vielen Experten oftmals eindeutig widerlegt.


Ziegen lieben frisches Gras!

Zussammenfassend noch einmal die Unterschiede zwischen Flüssigfütterung und strukturiertem Futter:

Flüssige Nahrungsstoffe gehen in der Aufzuchtperiode direkt in den Labmagen. Dort wird die verab-reichte Milch oder die Milchprodukte vorverdaut, und die Nährstoffe werden vom Dünndarm resor-biert. Diese Art von Fütterung ist für alle Ziegenkitze von Vorteil, die in frühem Jungstadium (die ers-ten 3 Monate) geschlachtet werden. Wird bei den Schlachtkitzen viel strukturiertes Futter zugefüttert, leidet die Tageszunahme und die Qualität des Fleisches. Schlachtkitze, die in der Milchperiode Heu und Kraftfutter fressen, haben ein dunkleres, nicht mehr so zartes Fleisch. Für alle Ziegen, die zur Nutzung weiterverwendet werden (Milch-, Zuchtnutzung, Gründlandpflege, etc.) ist es enorm wichtig, schon so bald als möglich (in den ersten zwei Lebenswochen) Kraftfutter und Heu zuzufüttern. Ist die körperliche Entwicklung so weit fortgeschritten (ca. 17 kg – 20 kg), daß ohne Nachteil nur mehr Kraftfutter und Grundfutter gefüttert werden kann, ist die Milchfütterung einzustellen. Jungziegen, die gleichzeitig Milch, hochwertiges Kraftfutter und sehr hochwertiges Grundfutter verabreicht bekommen, sind enterotoxämie-gefährdet (Breinierenkrankheit).

Was passiert im Pansen?
Die Aufschließung der Futtermittel erfolgt im Pansen. Je nach Art des verabreichten Futtermittels vermehren sich im Pansen Hundertausende von Pansenbakterien. Die Art der Pansenbakterien ist genau auf das verabreichte Futter zugeschnitten.

Beispiel:
Wird nur Heu und Stroh gefüttert, dann entwickelt sich dort eine Art von Pansenbakterien, die Heu und Stroh am besten aufschließen können. Werden z. B. Silagen und Rüben verfüttert, entwickelt sich ebenfalls wieder eine Spezialart von Pansenbakterien. So gesehen produziert jede Art von Fut-termittel die optimale Pansenflora. Kommt es zu einer plötzlichen Futtereinstellung, so entsteht im Pansen das totale Chaos. Die dort vorhandenen Pansenbakterien können nichts oder nur sehr be-dingt mit der neuen Art von Futter etwas anfangen. In diesem Fall kommt es zu Nährstoffdefizieten, häufig zu Durchfallserkrankungen und nicht selten zu Stoffwechselerkrankungen. Der Aufbau neuer Pansenbakterien für eine neue Futterart dauert ca. 2 Wochen. Es ist daher äußest wichtig, Futter-umstellungen nur sehr langsam (14 Tage) vorzunehmen. In schnellen Umstellungsperioden ist sehr oft die Ursache für Stoffwechselerkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Leistungsabfall, Kurzlebig-keit und verschiedenen anderen negativen Erscheinungen zu suchen. Die Pansenbakterien ernähren sich von den verabreichten Futtermitteln und sind für das weitere Wohlergehen der Ziege ver-antwortlich. Ist das Futter im Pansen oder der sogenannten „Gärkammer“, wie der Pansen oft ge-nannt wird, von den Bakterien aufgeschlossen, so wandert es über die Haube, den Blättermagen durch den Labmagen, in denen ebenfalls noch die Aufbereitung der Nährstoffe vorangetrieben wird, in den Dünndarm. Der Dünndarm spielt in der Tierernährung eine ganz besonders wichtige Rolle. Der Dünndarm ist ausgestattet mit riesigen Flächen von Darmzotten. Durch diese entsteht eine sehr große Oberfläche im Dünndarm. Pansenbakterien, die über die Vormägen in den Dünndarm gelan-gen, finden dort keine für sie geeignete Lebensgrundlage vor und sterben in Massen. Die Lebens-grundlage der Pansenbakterien ist vom pH-Wert abhängig. Bei häufiger Grund- und Kraftfutterfütte-rung herrscht im Pansen und in den Vormägen ein pH-Wert von 5,5 bis 7. Im Dünndarm herrscht ein pH-Wert von etwa 2 – 4, das ist die Erklärung, daß Pansenbakterien in diesem sauren Milieu nicht leben können. Durch die große Oberfläche (Darmzotten) werden die Nährstoffe und die in Massen abgestorbenen Pansenbakterien resorbiert und aufgesogen. Die durch die Pansenbakterien aufge-schlossenen Nahrungsmittel gewinnen sehr an Wertigkeit. Bei ausgeglichener, sehr vielgeschichte-ter Verabreichung von Nahrungsmittel (Artenreichtum) kommt es in der Regel zu einer für das Tier ausreichenden Versorgung von Nahrungsmitteln und Spurenelementen. Die Aufschließung der Nah-rung wird im Dünndarm noch weiters von der Bauchspeicheldrüse, von den Gallensäften und den verschiedenen Fermenten die durch das Zusammenspiel von Hormonen produziert werden, beeinflußt. Die weitere Reise der Futtermittel geht vom Dünndarm in den Dickdarm und in den End-darm. Dort wird den Futtermitteln noch Reste von Nährstoffen entzogen, der dünne Brei eingedickt und über den Enddarm ausgeschieden. Die Flüssigkeitsausscheidung und damit die Ausscheidung von negativen Komponenten erfolgt über die Harnröhre. Hauptverantwortlich sind die Nieren. Der Einfluß auf das Funktionieren des Stoffwechsels der Organe wie Leber, Milz, Herz und Lunge wird hier nicht erörtert, weil es für den normalen Ziegenhalter schwer erkennbar und beeinflußbar ist. Der Dünndarm bildet auch für die Parasiten eine ganz große Rolle. Sehr viele Innenparasiten holen sich ihre Nährstoffe im Dünndarm und halten sich in den Darmzotten versteckt. Sehr stark mit Innenpa-rasiten befallene Tiere haben im Dünndarm Unmengen von Narben, die durch Parasiten verursacht wurden. Große Narbenbildungen wirken sich negativ auf das Aufsaugen von Nährstoffen aus. Es wird daher das Futter nicht mehr so optimal ausgenützt wievon parasitenfreien Tieren. Daher ist es äußerst wichtig, daß Ziegen in der Jugendphase je nach Bedarf gegen Parasiten behandelt werden. Durch das räumlich begrenzte Aufnahmevermögen von Nahrungsmitteln ist die Qualität der verab-reichten Futtermittel von großer Bedeutung. Futtermittel unterscheiden sich einerseits vom Volumen, den Nährstoffinhalten und der Verdaulichkeit. Aufgrund ihrer Nährstoffkonzentration werden sie in Grundfutter oder Kraftfutter eingeteilt. Als Grundfutter werden Heu, Silagen, Grünfutter, Rüben, etc. bezeichnet. Unter Kraftfutter versteht man Futter von allen Getreidearten, Rückstände aus der Ölindustrie, Rübentrockenschnitten sowie das vom Futtermittelhandel angebotene Fertigfutter.


Fressen, Fressen, Fressen

Fressverhalten bei Ziegen
Die Grundregel, daß Tiere, die sehr viel Grundfutter fressen, billiger Leistungen erzeugen als die, denen viel Kraftfutter verabreicht wird, hatte jahrhundertelang Gültigkeit. In den letzten paar Jahren wird von Fachleuten immer mehr über diese alte Binsenweisheit diskutiert. Kraftfutter, das zur Zeit billigst am Markt angeboten wird, konkurriert das Grundfutter in der Wirtschaftlich ernstlich. Sehr große Unterschiede bezüglich Mengenaufnahme, Nährstoffinhalte und Verdaulichkeit bestehen in-nerhalb der Grundfutterarten. Das bei uns am weitverbreitetste Grundfutter ist das Heu bzw. die Silagen und im Sommer verschiedene Klee- und Grasarten. Hier gilt, daß die Wertigkeit dieser Fut-terarten vom Alter und von der Konservierung abhängt. Pauschal gesagt, haben alle Klee- und Grasarten in der Jugendphase höhere Nährstoffe, bessere Geschmackskomponenten und leichte und bessere Verdaulichkeit. Ab der Blüteperiode nimmt zwar die Masse noch enorm zu, aber alle anderen gewünschten Eigenschaften ab. Bei der Grundfutterkonservierung durch die Silierung gelten dieselben Kriterien wie vorhin genannt; zusätzlich beeinflußt der Gärvorgang noch wesentlich die Qualität. Futterrüben sind im Frischzustand sehr wertvolle Futtermittel, die auf den Appetit, die Verdaulichkeit und Leistungsbereitschaft sehr positiv wirken. Es gibt aber kein zweites Grundfutter-mittel, das die Nährstoffe so schnell wie die Rübe verliert. Der zweite negative Punkt ist, daß Rüben wegen ihres großen Volumens in der Trächtigkeit Probleme bereiten können (Platzmangel). Kraftfut-terarten haben grundsätzlich höhere Nährstoffgehalte, die auch leichter verdaulich sind. Beim Kraft-futtereinsatz hat sich in der Praxis das Mischen von mehreren Komponenten als sehr positiv her-ausgestellt. Der Streit, ob Getreide im Ganzen oder geschrotet verabreicht werde soll, ist noch nicht beendet. Bei zahlreichen Versuchen hat sich herausgestellt, daß die Nährstoffauswertung beinahe gleich ist. Bei geschrotetem Getreide wird der Vorteil von weniger Energieverbrauch in der Verdau-ungsphase vom Nachteil der Staubentwicklung, der den Tieren beim Fressen in die Nasenlöcher steigt, wieder zunichte gemacht. Trockenschnitten sollten grundsätzlich trocken (nicht in Wasser eingeweicht) verfüttert werden. Bei wasseraufgeweichten Trockenschnitten kommt es oft zu hygie-nischen Problemen (Schimmelbildung, Fäulnis) bei mangelhafter Sauberkeit.

Wieviel fressen die Ziegen?
Die Futteraufnahme wird nach dem unterschiedlichen Wassergehalt der Futtermittel in Trockensub-stanz gemessen. Unter Trockensubstanz versteht man den Anteil an Futtermitteln ohne Wasserge-halt. Körperlich normal entwickelte Ziegen (Lebendgewicht 60 kg) fressen im Durchschnitt 1,2 kg Trockenmasse = rd. 2 kg Heu. Diese Menge reicht, um den Erhaltungsbedarf zu decken. Vorausge-setzt es handelt sich um eine gute Qualität des verabreichten Grundfutters. Bringt die Ziege Leis-tungen, muß dementsprechend mehr Futter gegeben werden. Das Aufnahmevermögen liegt auch bei körperlich sehr gut entwickelten Ziegen bei höchstens 4 kg Trockenmasse täglich. Logischer-weise kann die Ziege über längere Zeit nur Leistungen bringen, die über die Nährstoffaufnahme abgedeckt werden. Bei ausschließlicher Fütterung mit Grundfutter sind das bedeutend weniger Nährstoffe als bei hohen Kraftfuttergaben. Hochleistungstiere fressen über die normale Grund- und Kraftfutterernährung in der Regel zu wenig Mineralstoffe und Spurenelemente. Hier ist eine Ergän-zung unbedingt erforderlich. Bei hochträchtigen Ziegen kommt es auch öfter zu einem Nährstoff-mangel. Ziegenhalter mit einem ausgeprägtem Vorstellungsvermögen können sich das auch bildlich vorstellen. Der Rauminhalt im Körperinneren muß reichen für die lebenswichtigen Organe Herz, Lunge, Leber und Nieren und für die heranwachsenden Föten (Zwillinge, Drillinge od. Vierlinge), die Plazenta (Mutterkuchen) und für den gesamten Verdauungstrakt. Werden in der Hochträchtigkeits-phase vorwiegend Futtermittel eingesetzt, die keinen konzentrierten Nährstoffgehalt aufweisen, sind die Ziegen unterversorgt, weil sie von den Grundfuttermitteln nicht das Volumen fressen können (aus Platzgründen), die für die Nährstoffversorgung in dieser Phase ausreichen würden. Auch in der Hochträchtigkeitsphase ist eine vitaminierte Mineralstoffversorgung unbedingt notwendig.


Salzlecksteine sind lebenswichtig

Die wichtigsten Mengenelemente sind:

Kalzium, Phosphor, Natrium, Kalium, Magnesium, Chlor.

Von den Spurenelementen spielt das Eisen, Mangan, Selen, Jod, Kupfer und Kobalt eine wichtige Rolle.

Die weitverbreitete Meinung, daß Ziegen kupferempfindlich sind, wird von den Praktikern nicht bestätigt. Es können daher Mineralstoffmischungen, die in der Rinderhaltung eingesetzt werden, gefüttert werden. Besonders auf die ausreichende Natriumversorgung (Kochsalz) ist zu achten. In der Praxis haben sich Salzlecksteine bestens bewährt. Die Vitaminversorgung geschieht in erster Linie über das Futter und über eine artgerechte Haltung (viel Licht, Sonne und Sauerstoff). Bei allen Vorgängen im Verdauungstrakt spielt die Wasserversorgung eine wesentliche Rolle. Feststeht, daß Ziegen durchschnittlich von 5 bis 10 Liter Wasser pro Ziege und Tag benötigen. Da in vielen Futter-mitteln (Klee, Gras, Silage, Rüben) schon relativ viel Wasser enthalten ist, nimmt die Ziege tatsäch-lich weniger aus dem Wasserkübel oder der Selbsttränke. Wird zu wenig Wasser aufgenommen, leiden alle Stoffwechselvorgänge und die Leistungsstärke. Es gibt Ziegenhalter, die Trinkwasser warm anbieten und dadurch höhere Leistungen erreichen. Dies ist so zu erklären, daß die Ziege weniger Energie zum Aufwärmen des verabreichten Wassers auf Körpertemperatur verbraucht und die gesparte Energie in Form von Leistung (Milch) abgibt.


Getreidepellets sind lecker!

Futteraufnahme und -bedarf der Ziegen

Die Futteraufnahme ist abhängig vom Alter, von der Größe des Tieres, vom Leistungsstadium, All-gemeinzustand und von der Jahreszeit (Vegetationsstadium).

Das meiste Futter fressen großrahmige Tiere in der Laktationsphase, wenn sie gesund sind. Die Futteraufnahme ist noch abhängig von der Tageslänge, von den Haltungsmethoden, der Art des Futters, der Wasserversorgung und von der Anordnung der Futterstellen im einzelnen. Junge Tiere fressen erfahrungsgemäß schneller und mehr vom Volumen als die älteren Tiere. Großrahmige Zie-gen mit einem dementsprechenden Verdauungstrakt können naturgemäß mehr Futter als kleine, pummelige aufnehmen. Fachleute streiten sich, ob Hochleistungstiere so hohe Leistungen bringen, weil sie so viel fressen, oder ob sie viel fressen, weil sie so hohe Leistungen bringen. Feststeht, daß Hochleistungstiere mehr fressen und das Grefressene schneller umsetzen, als vergleichsweise die Tiere mit weniger Leistung. Der Gesundheitsstatus, die Haltungsbedingungen und der soziale Status spielen im Fressverhalten der Ziegen eine große Rolle. Ganz wesentlich beeinflußt die Tageslänge das Futteraufnahmevermögen, den Stoffwechselvorgang und die Leistungsbereitschaft. Durch den angeborenen Naturinstinkt beim Fressverhalten der Ziegen spielt die Anordnung der Futterstellen eine große Rolle. Ziegen beobachten beim Fressen so wie viele Wildtierarten ihre nähere Umgebung ganz genau. Sehr neugierig und aufgeregt halten sie Ausschau nach eventuellen Feinden. Sind Futterstellen so angeordnet, daß die Beobachtung der Umgebung den Ziegen nicht oder nur schwer möglich ist, fressen sie hastiger und weniger bzw. verstreuen sehr viel Futter. Auch der Neidkomplex spielt beim Fressverhalten eine große Rolle. Futterraufen, die so angeordnet sind, daß sich die Ziegen beim Fressen direkt beobachten können, erzeugen einen Neidkomplex, der zum Fressen anregt. Ziegenhalter berichten immer wieder, daß jede Ziege sehr bemüht ist, der anderen Ziege das vorgelegte Futter so schnell wie möglich wegzufressen. Man erreicht somit eine hohe Futteraufnahme und wenig Futterverstreuung im Stall. Die Anordnung der Futterraufen sollten immer so vorgenommen werden, daß die Tiere beiderseits der Futterraufen fressen können und sich dabei gegenseitig zum Fressen anregen. Die schlechteste Methode der Futtervorgabe ist eine dunkle Stelle im Stall, wo die Ziege keinen Fluchtweg nach vorne sieht. Hier kommt es unweigerlich zu verminderter Futteraufnahme und zu großen Futterverlusten durch das Herausziehen des Futters aus der Raufe und Verstreuung des Futters im Stall. Wichtig ist bei der Anordnung der Futterstellen die Verhinderung von Verschmutzungsmöglichkeiten. Jede Futterstelle muß so angeordnet sein, daß die Ziege unter keinen Umständen mit den Füßen in die Vorrichtung steigen kann. Auch die Wasserstellen sind so anzuordnen, daß sie nicht mit Kot beschmutzt werden. Wasserkübel sind speziell in der geburtsnahen Periode so anzuordnen, daß sie so tief im Mist stehen, daß die Kübel mit der Mistoberkannte und Kübeloberkannte gleich hoch sind. Hier kommt es oft durch den ange-borenen Naturinstinkt vor, daß die Ziegen ihre Neugeborenen von der Umwelt schützen wollen, und so in den Kübel hineingebären.


Nährstoffbedarf bei Ziegen

Information

Der Nährstoffbedarf der Ziegen richtet sich ebenfalls nach der Leistung und mehreren Umweltbe-dingungen. Ziegen fressen in der Leistungsphase wesentlich mehr als in den Ruhephasen. Diese Tatsache ist bedingt durch die aktiveren Stoffwechselvorgänge, die auch von der Jahreszeit und der Tageslänge gesteuert werden. Unter Leistungsbedarf definieren wir die Nährstoffaufnahme und den Nährstoffbedarf für jede Art von Leistung, z. B. das Wachstum, in der Trächtigkeitsphase das He-ranwachsen von Föten, die Laktationsphase, das Anlegen von Körperreserven, etc.

Die Ziege unterscheidet sich im Freßverhalten gegenüber dem Rind und dem Schaf durch einige Eigenheiten:
• Häufige Futteraufnahme mit ausgeprägten Freßzeiten morgens und am frühen Nachmittag
• Wählerisches Freßverhalten (Bevorzugung der Blätter gegenüber den Stengeln und rohfaserar-men gegenüber rohfaserreichen Futtermitteln. Dieses Verhalten hat zur Folge, daß der Nährwert des aufgenommenen Futters je nach Rationszusammensetzung 5 – 20 % über dem des vorge-legten Futters liegt. Dies trifft dann zu, wenn ein täglicher Futterrest von 10 % bei Silagen und ca. 15 – 20 % bei Grünfutter toleriert wird, um eine maximale Grundfutteraufnahme zu erzielen.

Die Höhe des Futterverzehrs wird durch 3 Größen bestimmt:
 Futter (Art, Qualität, Geschmack)
 Tier (Alter, Gewicht, Leistung)
 Umwelt (Fütterungstechnik, Haltung)

Entsprechende Unterschiede in der Futteraufnahme sind daher möglich.
• Der Wasserbedarf der Ziege liegt bei rund 3,5 l je kg aufgenommene Futtertrockensubstanz (2 – 3,5 kg pro Tag)

Das tägliche Nähr- und Mineralstoffangebot sollte eine ausgeglichene Bedarfsdeckung in allen Pro-duktionsstadien garantieren.

Ziel und Zweck der Fütterung sollte es sein, möglichst viel wirtschaftseigenes Grundfutter mit guter Qualität einzusetzen. Die Haltungsform (Weide, Stallhaltung, usw.) spielt dabei natürlich eine Rolle.

In der Fütterungspraxis teilt man in mehrere Abschnitte ein:

a) Vorbereitung auf die Belegung: Qualitativ gute Weide oder bei Stallhaltung energiereiches Futter – Maissilage oder Grassilage und etwas Kraftfutter (20 bis 30 dag).
b) Niedertragende Ziegen (=1. bis Ende des 3. Trächtigkeitsmonats): Weidefuttter, Rüben, Silagen, Heu, Futterstroh Kraftfutter ist nicht notwendig, Mineralfutter in Form von Lecksteinen sollte vorgesehen werden.
c) Hochtragende Ziegen (= ab Ende des 3. Trächtigkeitsmonats) und laktierende Ziegen: Hochtragende Ziegen und laktierende Mutterziegen benötigen als Ergänzung zu gutem wirtschaftseigenen Grundfutter ein entsprechend zusammengestelltes Leistungskraftfutter.

Bei der Sommerfütterung (gute Weide, Wiese, etwas Heu) ist eine Kraftfutterergänzung günstig,das Kraftfutter sollte allerdings keine Eiweißkomponente enthalten. Erst bei der Winterfütterung ist besonders bei energiereicheren Grundfutterrationen eine Eiweißergänzung über das Kraftfutter notwendig.


Grundfutter für Ziegen

Kraftfuttermischungen zur Weide

Zum Beispiel:
25 % Trockenschnitte
25 % Hafer
25 % Gerste
22 % Mais/Weizen
3 % Mineralfutter für Ziegen

Wenn keine Eigenmischung möglich ist, sollte darauf geachtet werden, daß der Rohproteingehalt eines zugekauften Ziegenmischfutters nicht höher als max. 14 % ist (siehe Mischungsbeispiele).

Mischungsbeispiele für Eigenmischungen bei verschiedenen Grundfutterarten erhalten sie beim Verband!


Getreidemischung = Kraftfutter

Grundrationen

Beispiel 1
1,0 kg Wiesenheu
0,5 kg Futterstroh
1,0 kg Grassilage – 2. Schnitt
1,5 kg Maissilage
+ Futtersorte 1

Beispiel2
1,0 kg Wiesenheu
1,5 kg Grassilage – 2. Schnitt
4,0 kg Futterrübe
+ Futtersorte 1

Diese Grundfutterrationen entsprechen einer täglichen Milchleistung von ca. 1 kg. Dies wird sowohl nach Rohprotein als nach Energie erreicht (= ausgeglichenes Grundfutter). Diese Kraftfuttermi-schungen entsprechen pro kg Futter einer Milchleistung von 1,6 kg Milch.
Die Gesamtfutterleistung bei 1 kg Kraftfutter zum Grundfutter entspricht daher ca. 3,0 kg Milch.

Fütterung zu Laktationsbeginn (= Ablammung bis inkl. 2. Laktationsmonat)

Durch das Einsetzen der Milchproduktion ist nun ein stark erhöhtes Nährstoff- und Mineralstoffan-gebot notwendig. Auch wenn die Nährstoffkonzentration durch eine erhöhte Kraftfuttergabe verbes-sert wird, werden trotzdem Fett- und Eiweißreserven, die während der Trächtigkeit angelegt wurden, zu Beginn der Laktation als Reserve benötigt.

Um das Nährstoffdefizit so klein wie möglich zu halten, muß eine entsprechende Kraftfuttermenge zugefüttert werden.

Als Anhaltspunkt gilt
Milchleistung einer 60 bis 70 kg schweren Ziege:
ca. 3 kg Milch – 0,4 kg Kraftfutter 4 kg Milch – 0,8 kg Kraftfutter 5 kg Milch – 1,0 kg Kraftfutter 6 kg Milch – 1,2 kg Kraftfutter

Es gibt eiweißreiches und energiereiches Grundfutter.


Leckeres Mittagessen

Produktionsphase (= Beginn 3. Laktationsmonat bis einschließlich 3. Trächtigkeitsmonat)

In dieser Zeit erreicht der Futterverzehr sein Maximum, während sich die Milchproduktion verflacht und abzufallen beginnt. Mit einer Milchleistung von 2 kg/Tier und Tag ist die Nähr- und Mineralstoff-versorgung über qualitativ gutes Grundfutter bereits abgedeckt. Auch erschöpfte Gewichtsreserven können in dieser Phase wieder aufgebaut werden.

Hochleistungsziegen sind schlechte Weidetiere
Die Praxis zeigt, daß Milchziegen, die Hochleistungen bringen sollen bei ausschließlicher Weide im Sommer sehr starken Leistungsschwankungen unterliegen.

Dies ist auf mehrere Ursachen zurück-zuführen:
1. Die Ziegen bewegen sich sehr viel im Freien, verbrauchen dadurch viel Energie und es bleibt we-niger für die Milchproduktion
2. Die angebotene Weide wendet sich täglich in ihrer Qualität. Am Anfang der Weideperiode ist das Gras sehr jung, eiweißreich und leicht verdaulich. Durch die plötzliche Futterumstellung sind nicht die richtigen Pansenbakterien vorhanden. Es kommt zu Durchfällen, Stoffwechselproblemen, zur Eiweißüberversorgung und zu starkem Leistungsabfall.
3. Bei längerer Weidedauer ist die angebotene Weide meist schon zu alt, die Gräser sind hart, schwer verdaulich, enthalten wenig Nährstoffe und verursachen einen Leistungsabfall.
4. Es gibt es viele Weidetage, die der Ziege nicht behagen. Bei starkem Wind und Kälte suchen sie instinktiv einen Schutz bzw. Unterstand, fressen sehr wenig und verlieren an Leistungsstärke.
5. An Regentagen passiert etwa das gleiche, das nasse Gras wird nicht gerne gefressen, die Tiere suchen Schutz vor den Regentropfen und machen sich mit Minderleistung bemerkbar.
6. Starke Hitze und Sonnenschein lieben sie ebenfalls nicht sehr und bedanken sich für die nicht artgerechte Haltung mit einer Minderleistung.

Die optimalen Haltungsbedingungen finden sie dort vor, wo ihnen das Futter im Stall serviert wird, wenn möglich, in kleineren Portionen, und wo sie gleichzeitig die freie Natur genießen können. Sie entscheiden dann selber ihren Aufenthaltsort. Weiters trägt die ausreichende Frischluftzufuhr positiv zu ihrem Wohlbefinden bei. In der Zeit der Weidephase sind Ziegen, in erster Linie weiße Ziegen, sonnenbrandgefährdet, besonders in der Eutergegend und bei den Zitzen ist sehr oft Sonnenbrand zu beobachten. Der beste Schutz ist das Euterfett, das die Zitzen elastisch hält und das Euter vor Sonnenbrand schützt. Bei reiner Stallhaltung wirkt sich in den Sommermonaten ein hoher Miststapel negativ auf das Stallklima aus. Hier ist zu empfehlen, daß im Rhythmus von 10 Tagen der Stall fein säuberlich entmistet wird. Regelmäßige Entmistung und gute Einstreu bewirken ein positives Stall-klima und verhindern einen starken Fliegenbefall (Die Ställe müssen vor dem Schlüpfen der Fliegen entmistet werden).

Fütterung des Ziegenzuchtbockes
Der Zuchtbock soll einige Wochen vor der Deckzeit die gleiche Futterration als die Milchziegen er-halten. Durch die hohe Nährstoffversorgung legt der Ziegenbock Körperreserven an, dies ist ein wichtiges Faktum, damit der Ziegenbock in der Decksaison voll einsatzfähig ist. Während der Deck-zeit nehmen die Böcke sehr wenig Futter auf, sodaß es zu starken Gewichtsverlusten kommt. Bei ausschließlicher Fütterung mit Grundfutter wird er durch das große Pansenvolumen beim Deckakt behindert. Die Gabe von 1 – 2 kg Kraftfutter pro Tag für den Zuchtbock beeinflußt auch die Samen-qualität und die Deckaktivität.

PS: Ein zusätzlicher Vitaminstoß erhöht ebenfalls die Decklust.

Termine
06.10.2012 11:00
Zuchtschafversteigerung Herbst 2012
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30.09.2012 08:00
Kärntner Brillenschaf - Zentrale Widderkörung/Versteigerung
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29.09.2012 08:00
Krainer Steinschaf - Zentrale Widderkörung
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Aktuelles
11.05.2012 11:35
Ausstellung Oberperfuss
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08.05.2012 09:10
Kilbernschau Tiroler Bergschaf
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07.05.2012 15:37
Vollversammlung 2012
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