Österreichischer Zuchtziegenbestand
Österreichische Zuchtziegen
Herdbuchbestand per 03.11.2011
Quelle: SchaZie Herdbuch
Daten: alle Zuchtziegen (inkl. Böcke, ohne Kitze)
ENTWICKLUNG DER ZUCHTZIEGEN IN OÖ
Wir haben eine beachtliche Steigerung der Zuchtziegen (weibliche Tiere) von + 679 % im Vergleich zum Jahr 2004 (siehe Grafik.)
ENTWICKLUNG DER ZIEGEN 2009
Unser Bundesland Oberösterreich ist durch das 100% Wachstum in den letzten vier Jahren (2005-2009) das mit Abstand ziegenstärkste Bundesland!
Die Steigerung des Ziegenbestandes in OÖ wird durch fünf (von 15) Bezirken getragen in denen der Ziegenbestand sich verdoppelt bis verfünffacht hat.
Entscheidend dafür ist der Umstieg vieler Kuhmilch-Bauern in die Sparte Ziegenmilchproduktion. Grund für den zusätzlichen Ziegenmilchbedarf resultiert durch regional ansässige Ziegenmilchmolkereien und -veredler sowie deren Exporterfolge.
Quelle: INVEKOS
Daten und Zahlen aus dem
Jahresbericht des ÖBSZ 2009:
Herausgegeben 2010
Ziegenzucht in Österreich 2009
Quelle: Statistik Austria, Tierzählung per Dez.2009
Ziegenbestand 2009
Bei den Ziegen gibt es die meisten Tiere in Oberösterreich (28 %), gefolgt von Niederösterreich (22 %) und Tirol (19 %).
Ziegenhalter 2009
Die Zahl der Ziegenhalter stieg von 9.612 auf 9.850 an. Dies bedeutet eine Zunahme von 2,48% (Stichtag: jeweils 01.12.). Weniger Halter halten zunehmend mehr Tiere.
Struktur der Ziegenhaltenden Betriebe
Bei den Ziegenhaltern besitzen 39 % der Halter lediglich 1 bis 9 Ziegen, 12 % halten 50 und mehr Stück. Somit findet die Schaf- und Ziegenhaltung in Österreich zum überwiegenden Großteil nach wie vor in kleinbäuerlichen Betriebsstrukturen statt.
Markt für Ziegenprodukte in Österreich
Ziegenmilch
Die Nachfrage nach Produkten aus Schaf- und Ziegenmilch erlebt in Österreich zurzeit einen großen Aufschwung.
Im Vergleich zur Produktion von Kuhmilch sind die Anteile an Schaf- und Ziegenmilch, mit 0,3% und 0,5 %, an der Gesamtmilchproduktion jedoch nach wie vor sehr gering.
2009 wurden in Österreich 9.210 Tonnen Schafmilch und 17.907 Tonnen Ziegenmilch produziert. Die ZiegenRohmilch stammt zu 38 % (6.831 Tonnen) aus Oberösterreich.
Die durchschnittliche Milchleistung von Ziegen betrug 2009 genau 619 kg ausmachte. Grund dafür ist die hohe Anzahl der Neuanfänger in der Ziegenmilchproduktion und die hohe Anzahl der Erstlingsziegen.
Die Ziegenmilchproduktion in Oberösterreich
hat sich in den letzten drei Jahren von 2006 (2.984 Tonnen Ziegenmilch) auf 2009 (4.924 Tonnen Ziegenmilch) insgesamt um rund 65 % gesteigert!
_Quelle:Bundesanstalt f. Agrarwirtschaft nach Daten der Statistik Austria
Fleisch
Der durchschnittliche Pro-Kopf Verbrauch an Schaf-und Ziegenfleisch betrug 2008 in Österreich 1,2 kg. Gemessen am Pro-Kopf Verbrauch von Fleisch, welcher 2008 genau 98,4 kg betrug, macht dies gerade mal 1 % des Fleischverbrauchs aus. Dennoch lag der Selbstversorgungsgrad 2008 bei Schaf- und Ziegenfleisch lediglich bei 78 %.
Bei einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von 10 kg bei Kitzen und 25 kg bei Ziegen und einer durchschnittliche Schlachtausbeute von 59 % bei Kitzen und 42 % bei Ziegen ergibt sich für 2009 ein Ziegenfleischanteil von 557 Tonnen. Dies entspricht einer Abnahme gegenüber 2008 um 583 Tonnen bzw. 4 %.
Untersuchte Schlachtungen
2009 wurden in Österreich 4.967 Ziegen geschlachtet und untersucht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 40,8 % bei den Ziegenschlachtungen.
Bei den Ziegen wurden die meisten Tiere in Oberöster-reich geschlachtet (2.333 Stück), gefolgt von Niederös-terreich mit 1.129 Stück und der Steiermark mit 544 geschlachteten und untersuchten Tieren.
Die meisten Tiere wurde im Monat April geschlachtet. Bei den Ziegen waren es genau 1.799. Somit erfolgten rund 36 % der gesamten Ziegenschlachtungen im März. Daran ist auch zu erkennen dass Lamm- und Kitzfleisch nach wie vor als traditionelles Produkt angesehen wird, das zu besonderen Anlässen, vor allem aber an Ostern konsumiert wird.
Von den insgesamt 41.276 geschlachteten Ziegen entfielen 31.382 (76%) auf Kitze.
Exporte
2009 wurden 2.632 Ziegen exportiert, davon der überwiegende Teil in den innergemeinschaftlichen Handel, Hauptexportland war mit 93% aller exportierten Ziegen Italien. Weitere Zielländer: Deutschland, Serbien, Kroatien, Ungarn, Bulgarien, Schweiz, Tschech. und Slowak. Republik, Slowakei, Polen und die Niederlande.
Ziegenmilch
Wird auf zwei Wegen verkauft: zum einen im Direktverkauf ab Hof und zum anderen über Lieferverträ-ge mit Molkereien. Der Erzeugerpreis ab Hof betrug 2009 für direktvermarktete Schafmilch netto 208 Cent/kg, für an Mol-kereien gelieferte hingegen nur 106 Cent/kg. Der Preis für Ziegenmilch lag un-ter jenem der Schafmilch und erreichte über Direktvermarkung 135 Cent/kg, bei Lieferung an Molkereien 58 Cent/kg.
Bei Lieferung an Molkereien blieb der Preis für Schafmilch fast gleich (2008: 107 Cent/kg), Ziegenmilch hingegen konnte die 76 Cent/kg von 2008 nicht mehr erreichen, der Preisverlust betrug 23,68%.
Tierzucht
Zuchttierbestand
In Österreich gab es im Zeitraum 01.09.2008 – 31.08.2009 insgesamt 10.135 Zuchtziegen.
Bei den Zuchtziegen stehen 4.226 Tiere in Oberösterreich, gefolgt von Tirol (2.659) und Vorarlberg (1.013).
Milchleistungsprüfung
Österreichweit nahmen 421 Betriebe an der Milchleistungskontrolle teil. Dabei wurden 2.475 Schafe und 7.588 Ziegen überprüft.
Bei den Ziegen gehörten 51 % der kontrollierten Tiere der Rasse Saanenziege an, gefolgt von der Gemsfarbigen Gebirgsziege mit 23 %.
Zahlen & Daten der Leistungsprüfung gibts hier
Generhaltungsrassen
In Österreich gelten zurzeit 6 Ziegenrassen als anerkannt gefährdet bzw. hochgefährdet. Die Erhaltung dieser seltenen Rassen ist an das Agrarumweltprogramm ÖPUL 2007-2013 gebunden. Dank der Generhaltungsmaßnahmen konnte eine laufende Zunahme der Bestandszahlen in den letzten Jahren verzeichnet werden.
Folgende Rassen nehmen am Generhaltungsprogramm teil:
Gemsfarbige Gebirgsziege
Pinzgauer Ziege
Tauernschecken
Steirische Scheckenziege
Österreichische Pfauenziegen
Pinzgauer Strahlenziege
Herdenmanager
Aufgrund vieler Anfragen aus der Praxis nach einer brauchbaren Software zur Verwaltung des Tierbestandes konnte 2009 der Herdenmanager fertiggestellt werden und befindet sich seit dem Frühjahr im praktischen Einsatz.
Das Basismodul umfasst eine internetfähige Datenbank, in die Informationen von Herdebuchtieren vom Schazi-Herdebuch eingespielt werden, die durch den Züchter auch nicht versehentlich änderbar sind. Es können zusätzlich neue Tiere angelegt, Ohrmarken nachbestellt, Ablammungen registriert und weitergeleitet werden, das Bestandsregister kann online geführt wer-den. Neben vielen weiteren Funktionen wie etwa der Verbringungsmeldung stehen dem Anwender überdies Funktionen wie die Herdenverwaltung zur Verfügung:
Hier können einzelne Gruppen des Bestandes parallel verwaltet werden, im Notizbuch können Tätigkeiten wie bei-spielsweise Schur oder Behand-lungen durch den Tierarzt zuge-ordnet werden.
Für die einfache Abwicklung von Verbringungsmeldungen wurde eine Schnittstelle zum VIS einge-richtet. Um zu gewährleisten, dass die Daten im Herdenmana-ger ständig am neuesten Stand sind, wurde dieser via Schnittstel-len mit der Schazi – Datenbank vernetzt.
Da nur im praktischen Einsatz Verbesserungen erkannt werden können, wird der Herdenmanager laufend weiterentwickelt, um diesen für den Anwender noch bedienfreundlicher und leistungsfähiger zu machen. Mit Einrichtung von Arbeitskreisen in der Schaf – und Ziegenhaltung wurde ein Zusatzmodul installiert, das die direkte Eingabe von Auf-zeichnungen, die im Rahmen der Arbeitskreise getätigt werden, ermöglicht. Für 2010 ist die Fertigstellung dieses Modules geplant, die künftig auf Knopfdruck die direkte Auswertung ermöglicht.
Der Herdenmanager eignet sich in der Anwendung sowohl für Zuchttier – als auch für Nutztierherden und bringt eine große Vereinfachung und Erleichterung in der Be-triebsführung.
Tierkennzeichnung
Mit September 2009 trat die neue Tierkennzeichnungs– und Registrierverordnung in Kraft. Dank intensiver Gespräche des ÖBSZ mit Vertretern des BMG konnte diese Verordnung derart gestaltet werden, das sie höchstmögliche Anwenderfreundlichkeit in der Umsetzung finden kann. Einige Verbesserungsvorschläge konnten erfolgreich eingebracht werden, jedoch waren aufgrund der maßgeblichen EU – Verordnung von Anfang an Grenzen gesetzt.
Da die bevorstehende Einführung der elektronischen Tierkennzeichnung 2009 EU – weit diskutiert wurde und auch vom ÖBSZ im Hinblick auf Exporte kritisch gesehen wird, wurde der 2dimensionale Data – Matrix – Code auf dem visuellen Kennzeichen in der Verordnung verankert, im Hinblick darauf, dass der Code mittelfristig als elektronisch auslesbares Kennzeichen anerkannt werden könnte.

Allgemeine Viehzählung
Mit Stichtag 1. Dezember 2009 wurde der Bestand an Schweinen, Schafen und Ziegen mittels Stichprobe in rund 7.000 Betrieben direkt erhoben. Die Erhebung basierte auf der EU-Verordnung Nr. 1165/2008 betreffend Viehbestands- und Fleischstatistiken. Diese wurden national per Verordnung BGBl. II Nr. 147/2009 desm Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
umgesetzt.
Der Ziegenbestand 2009 nahm mit 68.188 Tieren im Vergleich zum Vorjahr um 9,12% zu. Die Gruppe der Ziegen, die bereits gezickelt haben und der gedeckten Ziegen legte dabei um 5,82% zu.
Statistik Austria hat aktuelle Daten veröffentlicht:
-> Untersuchte Schlachtungen
-> Ziegenmilcherzeugung
-> Entwicklung Tierbestand










































